Achterbahn der Gefühle mit positivem Ausgang – Erste beweist Moral und dreht einen 0:2-Rückstand in den nächsten Derbysieg

Mit einem 4:2-Heimerfolg gegen den SuS Niederschelden konnte unsere 1. Mannschaft die Serie aufrechterhalten und den vierten Sieg in einem Pflichtspiel gegen den Lokalrivalen vom Rosengarten einfahren. Dabei durchlebte die Elf von Trainer Jan Fünfsinn eine wahre Achterbahn der Gefühle und war nach dem frühen 0:2-Rückstand am Taumeln, stand jedoch auf und konnte zurückkommen.

Frühe Führung für den SuS

Gut 150 Zuschauer hatten sich bei zu Beginn mildem Frühlingswetter im Helsbachtal eingefunden, um dem mit Spannung erwarteten Lokalduell beizuwohnen. Der SuS legte vom Anpfiff weg los wie die Feuerwehr und erwischte die doch leicht verunsicherte Heimelf eiskalt. Kapitän Lukas Faak zog am Strafraum im ersten Angriff des Spiels ungehindert nach innen und schloss flach ins kurze Eck ab – 0:1-Führung für die Gäste nach knapp 90 Sekunden. Die Gäste blieben dran und erhöhten den Druck. In der 17. Minute konnte FCE-Keeper Löhr den Ball nicht klären und der wache SuS-Akteur Paulo Flender grätschte den Ball ab und konnte ihn dann vor dem Schlussmann ins Tor einschieben. „Das 2:0 nach nicht mal 20 Minuten war natürlich erstmal ein brutaler Nackenschlag, der dir das Genick in diesem Spiel brechen kann!“, so unser Co-Trainer Christian Aehl nach der Partie.

Nach der Führung zeigt die Elf Moral und kämpft sich ins Spiel

Doch unsere Mannschaft ging von nun an mit der „Alles oder Nichts“-Einstellung in den weiteren Verlauf und kämpfte sich rein. Der SuS beschränkte sich nach der Führung zusehends aufs Verteidigen und der FCE baute langsam das eigene Spiel auf. In der 39. Spielminute gelang Till Jäger nach einer starken Einzelleistung ein echtes Pfund unter die Querlatte zum immens wichtigen 1:2-Anschlusstreffer, der auch gleichzeitig den Halbzeitstand markierte.

Die Heimelf setzte die mutige Herangehensweise nach der Pause gnadenlos fort und stellte den Spielverlauf mit dem Treffer nach knapp einer Stunde durch Marius Dreker (58.) auf den Kopf. Dreker kam nach einer Flanke von Fabian Heupel frei vor SuS-Keeper Tobias Dicke zum Schuss und netzte eiskalt ein. Dieser Ausgleich schien etwas der eben erwähnte Genickbruch zu sein, allerdings für die Gäste, die überhaupt nicht mehr in die Partie fanden und sich mehr und mehr auf kleinere Nickeligkeiten und Foulspiele konzentrierten. Die Leistungssteigerung der Heimelf wurde dann vom Spieler des Tages belohnt: Fabian Heupel markierte in Minute 71 den 3:2-Führungstreffer, der rund zehn Zeigerumdrehungen später mit seinem zweiten Treffer des Tages auch den 4:2-Endstand herstellen konnte. Zuvor wurde SuS-Trainer Andreas Wieczorek aufgrund von lautstarker SR-Kritik zunächst verwarnt und in selbiger Situation mit der Ampelkarte des Innenraums verwiesen.

„Wir haben tolle Moral bewiesen, uns nach schwachen 20 Minuten rein gekämpft, hatten dann die deutliche bessere Spielstruktur und haben auch verdient gewonnen. Wir haben es zum Schluss geschafft den Gegner nicht mehr ins Spiel kommen zu lassen, und das ist nach diesem Anfang alles andere als selbstverständlich und ich bin stolz auf meine Mannschaft!“, so ein erleichterter Eiserfelder Trainer Jan Fünfsinn nach dieser emotionalen Partie im Helsbachtal.

Kommende Woche steht vor einer spielfreien Woche noch eine Auswärtsaufgabe beim TuS Plettenberg auf dem Spielplan (15:00 Uhr).


Fakten zum 20. Spieltag – Bezirksliga: FC Eiserfeld gegen SuS Niederschelden 4:2 (1:2)

FC Eiserfeld: Jannik Löhr, Lars Stamm, Fabian Heupel (86. Lukas Schneider), Julian Eckhardt, Daniel Strobel (88. Felix Jäger), Justin Reiswich, Tristan Meyer, Marcel Kirsch, Marius Dreker, Lukas Weber (87. Robert Schmidt), Till Jäger (84. Fabian Külgen) – Trainer: Jan Fünfsinn.
SuS Niederschelden: Tobias Dicke, Oliver Utsch, Phil Prachthäuser, Moritz Löhl, Paulo Flender (77. Patrick Sonntag), Torsten Dicke, Steven Schäfer, Markus Kula (67. Maximilian Böcking), Florian Macziej, Lukas Faak (70. Sven Trottner), Niklas Petri (63. Lucas Mockenhaupt) – Trainer: Andreas Wieczorek.
Schiedsrichter: Kevin Lars Papiorek. – Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Lukas Faak (2.), 0:2 Paulo Flender (17.), 1:2 Till Jäger (39.), 2:2 Marius Dreker (58.), 3:2 Fabian Heupel (71.), 4:2 Fabian Heupel (83.).