Es gibt wichtigeres als den Fussball. Nehmt die Hinweise ernst und wir können diese Krise überstehen! – Trainer Jan Fünfsinn und Kapitän Tristan Meyer im Gespräch zur aktuellen Situation

Die rasante Verbreitung des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2 / COVID-19) hat unsere Gesellschaft fest im Griff und schränkt das öffentliche Leben, mit dem Ziel der Eindämmung der Pandemie, immer weiter ein. Auch im Fussball weiß derzeit niemand wie es weitergeht. Wir haben uns mit unserem Trainer Jan Fünfsinn sowie Kapitän Tristan Meyer unterhalten, um einen Blick auf die aktuelle Situation für unsere den Verein und unsere Gesellschaft zu werfen.


Jan und Tristan, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, ruht der Spielbetrieb in der Bezirksliga bis mindestens Mitte April. Zudem hat sich der Verein am vergangenen Freitag dazu entscheiden den Trainingsbetrieb ruhen zu lassen, was auch durch die Sperrung der Sportanlage durch die Behörden unerlässlich war.

Wie verfährt das Trainerteam in diesen Tagen mit der Situation?

Jan Fünfsinn (JF): „Das Trainerteam, die sportliche Leitung und auch der Vorstand hat bereits am Freitag entscheiden das der Platz gesperrt bleibt und die Gruppendynamik runtergefahren wird. Wir verhalten uns wie jeder andere auch – wir aktuell schauen wir was in unserem Umfeld passiert, bei der Familie und auf der Arbeit. Es sind überall Maßnahmen ergriffen worden, die wichtig sind um diese Krise zu überstehen. Bezüglich der Wiederaufnahme der sportlichen Aktivitäten und des Trainings kann aktuell auch niemand was sagen – ich appelliere an unsere Vereinsmitglieder und Spieler das keine Gruppentrainings stattfinden und Laufeinheiten alleine absolviert werden. Ich denke aber jeder ist klug genug sich an die Vorgaben zu halten.“

Wie verfährt die Mannschaft nun mit der Situation?

Tristan Meyer (TM): „Die Mannschaft ist wahrscheinlich wie aktuell der Rest der Gesellschaft überrollt und schockiert zugleich über die aktuelle Situation, da vorher noch keiner in solch einer bedrohlichen Lage war. Zusätzlich weiß niemand wie lange das Virus unsere Gesellschaft beeinträchtigt, eine schwere Situation für uns alle!“

Wie sieht das individuelle Training der Spieler aus?

JF: „Im Mannschaftskreise haben wir derzeit bis mindestens 19. April kein Training. Individuell denke ich wird der ein oder andere eine Laufeinheit einbauen, um sich weiter fit zu halten. Aber auch zu Hause kann das ein oder andere Training absolviert werden, da die Fitnessstudios ja auch geschlossen haben.“

TM: „Aktuell ist alles auf freiwilliger Basis. Es gibt immer die fleißigen und faulen Spieler innerhalb der Mannschaft. Für die kommenden Wochen werden wahrscheinlich ein paar Laufeinheiten angestrebt, die in Kombination mit ein paar Stabilisationsübungen absolviert werden sollen. Dies wird natürlich einzeln und nicht in Gruppen betrieben, um das Virus weiter einzudämmen.“

Offiziell möchte der Verband die Saison zu Ende spielen. Ohne offizielle Absage können die Vereine nun nur von Verschiebung zu Verschiebung denken. Wie schwierig ist es, die Spannung hochzuhalten?

TM: „Aktuell hält niemand die Spannung hoch und schaut zum nächsten Gegner. Der Sport ist definitiv zweitrangig. In den jetzigen Tagen versucht jeder seine Eltern und Großeltern zu schützen, indem wir soziale Kontakte vermeiden und keine weiteren Infektionsketten aufbaut.“

JF: „Mein Wunschdenken ist das die Saison normal und sportlich beendet wird. Wir haben dann später viele englische wochen mit dem Spielrhytmus Sonntag – Mittwoch oder Sonntag – Donnerstag, aber ich denke das wäre für alle Mannschaften das beste. Wir müssen aber schauen, wie sich die Situation rund um dieses Virus entwickelt. Voreilige Schlüsse oder große Prognosen können wir nicht abgegeben. Wir vertrauen auf die versntwortlichen Personen und Institutionen und akzeptieren jede Entscheidung. Wir müssen zusammenstehen, in allen Bereichen!“

Wie denkt ihr über eine Fortsetzung der Spielzeit bis in den Sommer hinein?

JF: „Aktuell sehe ich eine Beendigung der Saison über den letzten Spieltag eher schwierig, sollte die Situation es zulassen. Wir müssen immer schauen dass die Gesundheit unser aller geschützt wird. Für den Sommer haben in unseren Gefilden die Mannschaften sicher Mannschaftsfahrten und Abschlussveranstaltungen geplant und auch Familien haben bereits ihren Urlaub gebucht. Aber ich wiederhole nochmal: Wir müssen auf die Situation schauen und Prognosen verbieten sich an dieser Stelle. Klar versuchen wir alle mögliche Szenarien vorauszusehen, aber Wasserstandsmeldungen abzugeben ist nicht möglich.“

TM: „Eine Fortsetzung des Spielbetriebes halten wir nur für richtig, wenn die Garantie der Gesundheit gewährleistet ist. Ansonsten müsste man im August zur neuen Saison starten. Wie man dann über Aufstieg und Abstieg entscheidet, ist sehr sehr schwer zu entscheiden und es würde immer Verlierer geben. Aus sportlicher Sicht würden wir natürlich alle das Weiterspielen der Saison bevorzugen. Unter anderem hätten wir auch noch ein Pokalhalbfinale zu bestreiten, welches man als FCE auch nicht alle Tage erleben wird. Aber wenn die Gesundheitssituation weiter angespannt bleibt, muss die Saison ausgesetzt bleiben.“

Wie bleibt die Mannschaft in Kontakt in dieser Situation, wo die Gesellschaft persönliche soziale Kontakte vermeiden soll?

TM: „Es werden soziale Kontakte vermieden. Der Austausch innerhalb der Mannschaft ist entweder über WhatsApp oder das dem Telefonat. Der kommende Mannschaftsabend wurde auch schon frühzeitig abgesagt, Da wir den Appell der Bundesregierung sehr ernst nehmen!“

JF: „Wir haben ja eine WhatsApp Gruppe der Jungs, wo wir sicherlich aktuell in Kontakt stehen und auch Neuigkeiten und das weitere Vorgehen kommuniziert werden. Kontakt zu halten ohne sich persönlich zu sehen ist in der heutigen Zeit ja nicht kompliziert.“

„Unserer Gesellschaft kann ich aktuell nur raten sich an die Vorgaben und ausgesprochenen Regeln zu halten, diese zu beachten und aktuell das Leben auf ein Minimum zu reduzieren. Es gibt aktuell wichtigeres als den Fußball oder sonstigen Freizeitaktivitäten. Auch die schönste Nebensache der Welt muss in dieser Krise zurückstecken. Wir hoffen das sich die Situation durch die Maßnahmen entspannt und wir alle bald wieder gesund auf dem Platz unserem Sport nachgehen können sowie unsere Lieben sich wieder gesund in die Arme nehmen können.“, so Jan Fünfsinn abschließend.

Auch Tristan Meyer hat ein abschließendes Statement: „Man kann sich nur den Hinweisen der Behörden anschließen und jeder einzelne Bürger ist aktuell verantwortlich gegenüber seinen Mitmenschen. Davon hängt es ab, wie lange die Krise noch anhält. Natürlich gibt es gerade viel Wichtigeres als den Fußball! Wer es immer noch nicht versteht, der denkt auch nur von 12 bis mittags. Wir müssen alle noch mehr aufeinander aufpassen und die Hygienevorschriften beachten, sodass wir gestärkt aus der Krise herauskommen. Wenn wir es jetzt nicht unterbinden, bekommt unser Gesundheitssystem enorme Probleme und es wird umso länger dauern, bis wir wieder „das runde ins eckige sehen“. Danach sehnen wir uns doch alle, die eine Sympathie für den Fußball haben.“


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