Intravaia ärgert FCE – Ausgleich in der Nachspielzeit lässt den Traum von der Tabellenspitze erneut platzen

Es lief bereits die 92. Spielminute als KSC-Angreifer Damiano Intravaia den Hausherren mit seinem Ausgleich zumindest den einen Punkt bescherrte und dem FCE die Tabellenführung in sprichwörtlich letzter Minute wieder entriss. Dennoch befindet sich die Mannschaft von Trainer Andreas Maier weiterhin in Lauerstellung – lediglich drei Punkte trennen die Helsbachtaler vom Primus SC Drolshagen.

Von Beginn an beherrschten die Siegerländer das Spielgeschehen ohne zunächst wirklich zwingend zu werden. Nachdem es in den letzten Wochen oftmals spielerisch klappte, mussten am Kiersper Felderhof dieses Mal Standardsituationen herhalten. In Spielminute 15 brachte Lukas Weber einen scharf getretenen Eckball hinein, der sich von Tom Hoffmann abgefälscht über KSC-Schlussmann Marcel Feist ins lange Eck senkte. Keine drei Zeigerumdrehungen später sorgte erneut ein Eckball für eine vermeintlich ruhige 2:0 Führung. Lukas Weber fand mit seiner Flanke Torjäger Ruben Balthasar, der keine Mühe hatte, freistehend einzunicken. „Wir haben gut begonnen und 2:0 geführt. Danach haben wir uns aus der Spur bringen lassen und uns von der Hektik anstecken lassen“, befand Maier, der anschließend mit ansehen musste, wie seine Mannschaft innerhalb von nur drei Minuten die Führung wieder verspielte. Zunächst verkürzte Leo Becker mit fulminantem Schuss aus 25 Metern, nachdem eine Flanke nur unzureichend geklärt werden konnte, ehe Philip Plachta einen Diagonalball verarbeitete, Marcel Kirsch im Strafraum stehen ließ und auch Keeper Jannik Löhr im kurzen Eck kalt erwischte. Mit dem Unentschieden schickte der Unparteiische beide Teams in die Halbzeitpause.

Aus selbiger kamen die Siegerländer wieder besser hinaus. In der 49. Spielminute erzielte der inzwischen eingewechselte Tobias Korte die erneute Führung – Kirsch bediente Korte mit einem Freistoß am langen Pfosten. In der Folgezeit verpasste es der FCE dann, endgültig den Sack zu zu machen. Zunächst scheiterte Henry Enders, von Balthasar auf die Reise geschickt, am Außenpfosten und wenige Minuten später setzte Korte seinen Heber über das Tor. Der KSC konzentrierte sich in Durchgang zwei weitestgehend auf die Defensivarbeit und lief dem Rückstand bis weit in die Nachspielzeit hinein hinterher. Ein Einwurf fand Nayazi Batgün, der Stürmer Intravaia mit einer Flanke bediente und Letzterer das Missverständnis in der Hintermannschaft des FCE eiskalt ausnutzte. In einer äußerst heiklen Schlussphase setzten die Eiserfelder nochmals alles auf eine Karte, ohne jedoch belohnt zu werden, sodass am Ende ein torreiches Remis zu Buche steht, das sich aufgrund des Spielverlaufs sowie der verpassten Chance, die Tabellenführung zu übernehmen, wie eine Niederlage anfühlt.

Im letzten Hinrundenspiel wartet am kommenden Sonntag SV Fortuna Freudenberg. Mit einem weiteren Erfolg kann sich die Mannschaft für eine tolle erste Saisonhälfte belohnen und den Anschluss nach oben halten.


Das Spiel in Daten und Fakten:

Kiersper SC: Giovanni Inchingoli (81. Julian Rempel), Damiano Intravaia, Muhammed Niyazi Batgün, Rafet Batgün, Philip Plachta, Tom Hoffmann, Leo Becker, Muhammedemin Güzel, Marco Carbotta (68. Michele Solla), Marcel Feist, Manuel Wolf (60. Dennis Riedel) – Trainer: Konstantinos Michailidis
FC Eiserfeld: Jannik Löhr, Fabian Heupel, Lars Stamm, Daniel Strobel, Tristan Meyer, Marcel Kirsch (65. Lukas Schneider), Fabian Külgen (78. Sebastian Schneider), Lukas Weber, Till Jäger (46. Tobias Korte), Ruben Balthasar, Henry Enders – Trainer: Andreas Maier
Schiedsrichter: Karsten Schebesta – Zuschauer: 60
Tore: 0:1 Eigentor (15.), 0:2 Ruben Balthasar (18.), 1:2 Leo Becker (27.), 2:2 Philip Plachta (30.), 2:3 Tobias Korte (49.), 3:3 Damiano Intravaia (90.)
Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Rafet Batgün (93./Kiersper SC) wegen Unsportlichkeit.